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Sohan Anne Böing besitzt eine große Kraft, Menschen zu ermuntern, das Geschenk und den Sinn des Lebens in sich selbst zu entdecken und sich einzubringen in die Welt. In größter Weisheit, Güte und mit viel Humor vermag sie dabei den Wesenskern ihres Gegenübers zu sehen, ihn anzusprechen und wachzukitzeln. Sohan versteht es Räume zu schaffen, die frei sind von Wertung, frei von Urteil und persönlicher Erwartung. Es sind Räume, in denen der einzelne sich selbst und seiner eigenen Wahrheit begegnen kann.  
Ein Anliegen ist ihr dabei ein bewusst gelebter Alltag, welcher der Verantwortung für das eigene Glück und Potenzial entspringt.
Sohan Anne Böing steht damit für ein Yoga der Individualität, weil es den Einzelnen in seine authentische Präsenz, in den Moment und in das Leben hinein führt.
Bereits vor mehr als 20 Jahren hat sich die Gründerin der Yoga Delta Studios in Berlin Mitte und Berlin Friedrichshain für diesen Weg entschieden. Heute verkörpert sie ihn mit Herz und messerscharfem Verstand. Für sie gibt es keine Heilsversprechen außerhalb dessen was ist. "Leben ist der spirituelle Weg," sagt sie.
Als Lehrerin und Ausbilderin für Kundalini Yoga, Kinder Yoga und Karam Kriya steht für die zweifache Mutter deshalb auch nie eine Ideologie im Mittelpunkt, sondern immer der Mensch.

Mitte
Mo 16:00 Kinder Yoga (1)
17:00 Teen Yoga (1)
Di 20:00 Kundalini Yoga
Fr 11:00 Kundalini Yoga

Kundenberichte

Cornelia Sch.

RUMI

THE WORM'S WAKING

This is how a human being can change:

there's a worm addicted to eating
grape leaves.
Suddenly, he wakes up,
call it grace, whatever, something
wakes him, and he's no longer
a worm.
He's the entire vineyard,
and the orchard too, the fruit, the trunks,
a growing wisdom and joy
that doesn't need
to devour.

"Sohan rüttelt mich immer wieder wach, mein Potenzial zu erkennen und zu leben.
Vor über 15 Jahren bin ich bei ihr angekommen, der gemeinsame Weg ist noch lang..."

Ilona B.

"Liebe Sohan, es war in meiner allerersten Kundalini Yoga Stunde bei Dir, als Du mir meine damalige Welt und mein Denken wortwörtlich auf den Kopf gestellt hast. Während einer herausfordernden Meditation, in der wir die Arme über den Kopf gestreckt hatten, ein Mantra singend, kam ich an den Punkt, wo einfach nichts mehr ging. Die Muskeln zitterten, der Schweiß lief. Es war eine einzige Anstrengung und alles in mir sagte „Ich kann nicht mehr!“ Doch plötzlich hörte ich Deine sanfte Stimme nah vor mir: „Denk den Gedanken, der dich unterstützt“ ... Dieser Satz wirkte wie ein Gongschlag. Er stellte in einer Millisekunde mein gesamtes Denken infrage: „Ich kann meine Gedanken wählen...?“ Ich muss bis heute schmunzeln, wenn ich daran denke, dass das einzige, das mir einfiel, ein wie im Comic kreisrund gezeichneter Erdball war, um den die Klasse wie Strichmännchen mit Armen in der Luft aufgereiht waren. Und wäre ich jetzt auf der „Unterseite“ würde ich meine Arme ja gar nicht hochhalten, sondern baumeln lassen, oder? In dem Moment, als ich dieses Bild auf mich wirken ließ, geschah das Wunder. Alles entspannte sich, nicht nur meine Arme. Sie glitten mühelos nach oben und blieben dort, bis zum Ende der Meditation, während mir Tränen des Glücks über die Wangen rollten. Das war sie. Die lebensverändernde Erfahrung, dass etwas in mir ist, das mich jederzeit aufrichtet, mich hält und mich scheinbar Unerträgliches mit Leichtigkeit annehmen lässt, wenn ich mich darauf ausrichte. Seitdem ist kein einziger Tag vergangen, an dem ich nicht einen Deiner Sätze in mir bewegt habe. Du bist meine Lehrerin - und für mich eine Lehrerin des Herzens. Mit welcher Achtsamkeit und Liebe Du einmal einem kleinen Mädchen ein Glas Tee mit Honig zubereitet und gereicht hast, als sei es das kostbarste und köstlichste Geschenk auf Erden, und genauso hat sie es auch genossen – das bleibt für mich bis heute ein unvergessliches Teaching. Du bist in Deiner Verankerung in dem Moment, Deiner Menschlichkeit, Kreativität, Deinen unendlich vielen Gesichtern und Facetten, Deiner Integrität, Konsequenz und Deinem Mut eine Erfahrung, die mich ermutigt, selbst zur Erfahrung für andere zu werden. Du bist eine Lehrerin, die das Potenzial ihrer Schüler erkennt und adressiert. Du triffst sie im Herzen, auf diesem Feld jenseits von richtig und falsch. Deine Stunden haben Tiefe und etwas Heiliges. Denn sie schwingen mich ein auf den tiefsten Punkt und das Heilige in mir. Dein Yoga hat wenig mit Wellness zu tun. Denn es gibt Angenehmeres, als in die Eigenverantwortung zu gehen und eine eigene Haltung und innere Ausrichtung zu entwickeln. Aber wenn man dazu bereit ist, befähigt Dein Unterricht die Raupe dazu, sich aus eigener Kraft durch den Kokon ihrer gedanklichen und gewohnheitsmäßigen Beschränkungen zu boxen, weil sie weiß, für was sie bereit ist selbst unter Schmerzen und gegen die eigenen Widerstände zum Schmetterling zu werden und ihre Schwingen auszubreiten. Dafür bin ich Dir auf ewig dankbar: dass ich selbst es bin, die diesem Leben Sinn geben kann. Und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht dankbar dafür bin, dass es Dich gibt und dass wir uns kennen gelernt haben."

Katrin N.

"In meiner ersten Begegnung mit Sohan fühlte ich mich auf eine ganz besondere Weise berührt. Einige Male später wurde mir klar weshalb:

Sohan unterrichtet aus und mit Liebe. Eine Liebe, die sehr weise ist, die wahrhaft erdet und zärtlich nach oben führt mit einer gütig und zugleich fordernden  Herzenspräsens in jedem Augenblick. Vor allem aber strahlt sie eine kämpferisch aufrichtige Liebe zum Wesenskern jedes ihrer Schüler aus und verleiht so ihren Klassen diese mutig - halt gebende Atmosphäre."

Sophia K.

"Kundalini Yoga bei Sohan ist jedes Mal aufs Neue eine Reise ins Unbekannte! Liebevoll und kraftvoll zugleich
leitet sie die Übungen an und motiviert die Klasse, die Grenzen der Gewohnheit immer wieder zu
überschreiten: auf gedanklicher, emotionaler und körperlicher Ebene. Raus aus der Komfortzone, rein in die eigene Kraft.
So dass das Lebensgefühl nach der Stunde garantiert ein anderes ist als vorher - näher dran an sich selbst, und näher dran am Moment."

Jacob B.

"Ich verstehe nicht genau, was Sohan da in ihren Kundalini Kursen eigentlich so mit uns macht.
Muss ich aber scheinbar auch nicht - es wirkt auch so."

Erika H.

„Erfüllt von Glück sage ich: DANKE.“

Manfred M.

„Danke!
Deine Lebendigkeit und Offenheit ist für mich ganz wichtig und ein großes Geschenk!“

Anna R.

„Seit 2010 praktiziere ich Yoga im Yoga Delta. Es gibt vielleicht keinen Platz in ganz Berlin, an dem ich mich so wohl und so zuhause fühle. Das hat unterschiedliche Gründe: Die Räume sind einladend, geradezu beruhigend. Die Yogapraxis ist professionell und ganzheitlich ausgerichtet. Aber vielmehr noch: Das Yoga Delta ist zu einer Familie gewachsen und die Menschen hier zu einer Gemeinschaft geworden, in der wir einander schätzen – unabhängig von unseren persönlichen Erfahrungen oder Erwartungen. Wenn ich an das Yoga Delta denke, dann denke ich an einen wunderschönen Ort voller Ruhe und Kraft, an dem ich sein kann, wer ich wirklich bin. Fernab von solchen Bedingungen wie „gut“ und „schlecht“ hat mir meine liebevolle Lehrerin Sohan gezeigt, dass alles, was ich bin, gut ist – und dass es wahr ist, dass das Leben ein Geschenk ist! Ich freue mich, das Yoga Delta entdeckt zu haben!

Maya (10 Jahre)

Gisela K.

"Ich gehe seit fast drei Jahren zum Yoga bei Sohan. Ich habe immer viel mitgenommen, für meinen Mut, meine Selbsterkenntnis und eine neue Art, auf das Leben zu schauen. Eigentlich war es immer schon etwas ganz Vertrautes, das ich schon lange in mir hatte, aber das ganz verschüttet war. Sohan hat mit ihren klaren Fragen, ihren Übungsreihen, ihren Meditationen und ihrem Lachen den Staub aufgewirbelt und mich geschubst. Ich möchte es nicht mehr missen. Ein Jahr habe ich pausiert, aber das war ein Jahr zu lang. Ich bin so froh, daß es Sohan und ihr Yoga gibt."

Birgit B.

"Nach einer längern Phase, in der körperlich so ganz und gar nichts ging (Burnout), war Yoga das erste, was ich an sportlicher Aktivität versucht habe. Dabei bin ich zufällig (? ;-) in Deinem Kurs gelandet. Die Mischung der ersten Stunde aus Spiritualität, Singen, Übungen inkl. Tanzen und Meditieren fand ich ja ziemlich gewöhnungsbedürftig, aber ich spürte danach zum ersten Mal wieder, die Kraft meines Körpers und fühlte mich auch mental stärker.
Ich bin seitdem dabei und komme möglichst 1x pro Woche in Deinen Kurs, der mir tatsächlich jedes Mal Kraft und Anregungen gibt, mich erdet. Mir gefällt die Mischung aus Spiritualität, Singen, Übungungen und Meditieren in der Gruppe. Und da ich mittlerweile auch schon einige Vertretungen in den Stunden erlebt habe, kann ich sagen, dass der Yoga-Unterricht bei Dir für mich etwas ganz Besonderes ist und seine sehr eigene Qualität hat."

Franziska W.

„Sohan, es ist die Weisheit, die Dich ausmacht!“

Johanna B.

"Deine Yogastunden sind wie ein Besuch auf einer wunderschönen einsamen Insel, die man allein bereist, und je öfter ich diese Insel besuche stelle ich fest, dass ich es selbst bin, die diese Insel erschaffen hat oder diese Oase aus mir selbst heraus entsteht, wenn ich mich zulasse so wie ich bin. Du hast die Kraft, den Menschen den Weg zu ihrer eigenen Liebe und Ruhe zu zeigen, ohne Vorschriften zu machen, außer den einen, man selbst zu sein und sich so zu nehmen wie man ist. Seine eigene Herrlichkeit genießen und  seine sogenannten "Fehler".
Du bringst Genuß ins Leben, der so wichtig ist und im Alltag so schnell vergessen wird. Zudem spüre ich auch wie mein Körper die Bewegungen und deren Konstellationen schätzt."

Sabine W.

„Ohne dich würde ich nicht Yoga unterrichten und ohne dich und dein Yogacenter würde ich keine Karam Kriya Beratungen geben.

Also es gibt so viele Gründe für mich, dir zu danken.

Danke! Danke! Danke!

Danke, ein großes Geschenk ist es auch, dabei deine Begleitung zu haben.“

Klaus K.

„Jede Stunde bei Sohan ist Begegnung mit mir selbst.  Die Türen des Ausweichens werden geschlossen. Die Intensität ihrer Arbeit öffnet neue, lichte Räume. Deshalb ist sie geblieben unter all den Lehrern, die mir begegnet sind."

Christina K.

"Seit mehr als 14 Monaten bin ich nun fast jede Woche – meist mehrmals – dabei. Vorwiegend besuche ich die Kundalini-Yoga-Klassen von Sohan und Ilona, das sind meine absoluten Lieblingslehrerinnen. Durch die Art, wie Sohan und Ilona unterrichten, ist es mir möglich, neben dem Kundalini-Yoga als Körpertraining auch meinen Geist, meine Wahrnehmung zu trainieren.

Sohan und Ilona vermitteln mir die Kundalini-Kriyas auch als Bewusstseins- & Bewusstheits-Training. Das heißt: „Nimm wahr, wie sich dein Körper anfühlt und was sich gegebenenfalls verändert, wenn du die Übungen mit einem Lächeln, mit Liebe machst...Finde in deinem Alltag Anker für diese Erfahrungen.“

Marion G.

"Das wahre Glück wäre, sich an die Gegenwart zu erinnern.` J. Renard

Kundalini Yoga und Sohan`s Persönlichkeit begleiten mich in meinem Leben seit mehreren Jahren und ich bin dem `Jetzt`um einiges näher gekommen. Besonders in schwierigen Phasen, hat mich ihr Unterricht gestützt, inspiriert und viel Mut gegeben.
An Sohan schätze ich ihre Spiritualität mit großer Bodenhaftung. Es wird nie eintönig, es gibt immer Entwicklungen, die Überraschungen bieten und einen schier unendlichen Reichtum an Yoga-Übungen.
Ich bin sehr dankbar für Sohan`s Begleitung auf meinem Weg durch das Leben!"

Nicole Y.

„Nach einem Tag voller Kopfarbeit, bringen mich Deine Kundalini Yoga Stunden wieder zu mir. Dann gehe ich mit einem sanften Lächeln auf den Lippen nach Hause!“

 

 

 

Laurenz B.

"Seit Monaten mache ich regelmäßig zweimal die Woche Kundalini Yoga. Und das Beste: Ich möchte nicht mehr aufhören. Ja klar, manchmal ist das echt hart, wenn Du nach einem langen Arbeitstag dann auch noch drei Minuten in der Streckposition zu liegen hast, nachdem du schon drei Minuten in der Kobra warst und dazu Feueratem gemacht hast und überhaupt so einiges leisten musstest auf der grünen Yogamatte. Und dabei immer schön konzentrieren, auf den Punkt zwischen den Augenbrauen, einen Zentimeter darüber und einen Zentimeter im Kopf. Was? Auf einen Punkt im Kopf? Wieso muss ich mich jetzt auf einen Punkt im Kopf konzentrieren? Oh, Mann, jetzt sind die Gedanken schon wieder abgeschweift, also zurück. Volle Konzentration. Ja, ahhh, jetzt geht’s! Ich pack’s! Volle Konzentration … Ong namo guru dev namo. Wann sind die drei Minuten endlich um?! Das ist ja nicht auszuhalten. Und jetzt ruft Sohan, Komm! Noch ein bisschen! Einen Zentimeter im Kopf. Ausatmen. Sat nam! Waheguru!"

Cornelia S.

"der yoga unterricht schärft all meine sinne und lehrt mich gut atmend genauer hinzuschauen. das schönste ist jedoch mit sohan zu lachen, denn freude ist für mich die essenz des lebens!"

Gabi H.

„Deine  Yoga Stunden sind eine sehr schöne Praxis, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern.
Danke.“

Solveig B.

"Ich bin immer wieder froh, dass ich das Yoga bei Dir habe. Ich habe bestimmte Sätze wie: "Nimm die Angst als Rückenwind" so verinnerlicht, dass ich sie mir sage, wenn ich nach einer Lösung für bestimmte Probleme suche."

Andre F.

„Wachsen macht Spaß - Gern komme ich zu deinen Yogaunterweisungen. Danke!"

Elke V.

"Mir gehts nach dem Yogaunterricht immer gut, selbst wenn ich ziemlich gestresst dort ankomme. Das geht sicher zum großen Teil auf die Übungen zurück, die wir machen, weil dadurch der Stress abgebaut wird. Aber was das besondere an Deinem Unterricht ausmacht ist, dass er sich nicht nur auf die Yogaübungen beschränkt, sondern wir vorher über bestimmte Themen sprechen. Du erinnerst mich immer wieder an das Wichtige im Leben und das finde ich wirklich einen sehr schönen Aspekt an Deinem Unterricht. Schön finde ich auch, dass sich die Übungen nur selten wiederholen. Ich bin immer wieder erstaunt, dass Du immer wieder neue Übungen "hervorzauberst", die ich noch nicht kenne, obwohl ich ja nun doch schon ziemlich oft beim Unterricht war."

n-tv Interview mit Sohan 2007

Wundermittel Yoga?

Türen auf für den Moment

Madonna hat ihren eigenen Yoga-Lehrer und gilt als Yoga-Fanatikerin. Paul McCartney soll seinen Scheidungskrieg mit Yoga überwunden haben und ein Fan von Gwyneth Paltrow hat sogar 44.000 Euro für eine Yoga-Stunde mit seinem Idol gezahlt. Yoga scheint ein wahres Wundermittel mit sensationellen Wirkungen zu sein. Auch in unseren Breiten gehört Yoga bereits zum Lifestyle. Aber, was ist Yoga und was kann es bewirken? Diese und andere Fragen beantwortet uns Yoga-Expertin Sohan Anne Böing, selbstständige Yogalehrerin in Berlin seit 1999.

n-tv.de: Worauf sollte ich achten, wenn ich einen Yoga-Kurs suche?

Wichtig ist, der eigenen Empfindung zu folgen und zu vertrauen. Selbst wenn du einem guten Rat von außen folgst, das innere Gespür aber ein klares "Nein" spricht, sollte das eigene "Nein" befolgt werden, denn keiner kennt dich so gut wie du dich selbst. Es gibt unzählige Yoga-Richtungen. Keine ist besser oder schlechter als die andere. Sie haben alle unterschiedliche Qualitäten. Für jeden gibt es eine optimale Methode. Um die für dich geeignete Methode zu finden, kannst du am Anfang unterschiedliche Yoga-Richtungen und sogar unterschiedliche Lehrer in den gleichen Richtungen ausprobieren.

n-tv.de: Wie wirkt Yoga und was kann damit erreicht werden?

Yoga wirkt ganz einfach über die Körpererfahrung. Beim Yoga macht dein Körper zum Beispiel die Erfahrung von tiefer Entspannung. Diese Erfahrung aktiviert dein Körpergedächtnis. Durch Yoga- Übungen oder Tiefenentspannung entdeckt dein Körper einen Weg, die Selbstheilung wird aktiviert. Dieser Prozess wirkt bis zu 48 Stunden nach dem Yoga.

Was damit erreicht werden kann, hängt von jedem Einzelnen ab, also davon, wofür er sich öffnen kann. Die erste Yoga-Stunde beispielsweise ist für fast alle Anfänger eine ganz besondere Erfahrung. Schon vor der nächsten Stunde besteht die Hoffnung, dass diese Stunde wieder so wird wie die erste. So entstehen Erwartungen, Vorstellungen und Enttäuschungen. Erst wenn du dich wieder für den Moment öffnen kannst, deine Erwartungen und Vorstellungen los lässt, wirst du von einer neuen Erfahrung überrascht. Davon hängt letztendlich ab, was du mit Yoga erreichen kannst.

n-tv.de: Gibt es Altersbegrenzungen oder gesundheitliche Einschränkungen?

Alle Menschen können Yoga machen! Besonders wichtig ist jedoch, vor der Yoga-Stunde, dem Yogalehrer, der Yogalehrerin zu sagen, ob und welche körperlichen Einschränkungen bestehen. Bestimmte körperliche Einschränkungen brauchen bestimmte Varianten der Yoga-Übungen. Außerdem kann der Yoga-Lehrer oder die Yoga-Lehrerin vielleicht einen geeigneteren Kurs vorschlagen oder bei bestimmten Übungen zu besonderer Vorsicht oder einer abgewandelten Variante raten. Es gibt zum Beispiel spezielle Yoga-Kurse für Rücken- oder Bandscheibenpatienten. Da hat jeder und jede eine hohe Verantwortung sich selbst und der eigenen Gesundheit gegenüber.

n-tv.de: Was ist Yoga eigentlich?

Yoga ist eine Verabredung mit dir selbst. Durch den Kontakt mit dir wird dir deine eigene Position im Leben bewusst. Was möchtest du manifestieren? Was möchtest du geben? Wie willst du dein Leben gestalten? Es geht also darum, eine authentische Position im Leben zu finden.

Das Ganze ist ein Weg, der über mehrere Stationen verläuft. Zuerst kommt das Verabschieden von Scheinsicherheiten, an denen sich fast alle Menschen festhalten. Wir beziehen uns beispielsweise

über das Außen, halten selbst gemachte Bilder am Leben. Das ist das "Hamsterrad", das immer wieder in denselben Abläufen funktionieren. Daraus entsteht Kompensationsverhalten. Yoga konfrontiert dich damit, indem es dir diese Bilder bewusst macht. Dann kannst du entscheiden, was du beibehalten willst und was recycelt werden soll.

Die eigene Position konfrontiert dich wiederum mit deiner Einsamkeit und deiner Eigenverantwortung. Folgst du dem Weg weiter, wird aus der Einsamkeit das Alleinsein im Sinne von "all eins sein". Das bedeutet: die gesamte Person und alle Erfahrungen werden integriert. Daraus erwächst die Möglichkeit, für den Moment und für dein Gegenüber erreichbar zu sein. In diesem Moment wirst du als Mensch ganz. Dann bist du als Person präsent. Das ist für mich das größte Geschenk. Wenn du als Mensch präsent bist, kannst du Menschen wirklich treffen und wahrnehmen. Du musst nun nicht mehr aus einer entfernten Position strategisch vorgehen oder berechnen. Yoga ist also das Einsammeln und Zusammenkommen deiner Selbst. Das ist so, als würdest du immer schwerer werden. Das Gewicht schenkt dir die Möglichkeit, immer tiefer in den Moment zu sinken.

n-tv.de: Wie oft und wie lange sollte Yoga praktiziert werden?

Es kommt darauf an, was du erreichen willst. Mir persönlich ist wichtig, immer wieder klar zu machen, dass Warten mit Hoffen eine der größten Illusionen ist. Das bedeutet, wenn du hoffst, dass jemand anderes für dich diese Arbeit tun kann oder dich irgend jemand an die Hand nimmt und dein "inneres Haus" mit dir klärt und reinigt, ist das eine schöne Illusion.

Yoga ist eine Form, jemanden zu begleiten, die wichtigen Schritte musst du aber selbst machen. Es ist wichtig, beim Yoga eine Regelmäßigkeit zu entwickeln. Das sind für mich Momente des Anhaltens. In diesen Momenten kannst du in den Kontakt mit dir selbst kommen. Diese Form zu üben, zu beobachten, wann du in den Kontakt kommst und wie du diesen halten kannst, ist wie ein regelmäßiger Hausputz.

Der Vorgang kann auch mit dem Säen eines Samens verglichen werden. Am besten ist es, wenn du morgens mit Yoga beginnst. Das ist so, als würdest du einen Samen in die Erde setzen. Damit er aufgeht, musst du ihn regelmäßig mit Wasser versorgen, d. h. du pflegst ihn über Tage hinweg, damit sich nach einer bestimmten Zeit sein Wurzelwerk in alle Bereich deines Lebens ausdehnt. Du kannst dich beispielsweise von jeder roten Ampel erinnern lassen, um wieder zu überprüfen, ob du im Kontakt mit dir selbst bist.

n-tv.de: Wie kann ich mir eine Yoga-Stunde bei Ihnen vorstellen?

Die Sitzung, die ca. zwei Stunden dauert, beginnt mit einer theoretischen Einleitung, der Einstimmung und dem Aufwärmen. Danach folgt ein Yoga-Set, das auch Kriya genannt wird. Diese Kriyas sind festgelegte Übungsreihen, die Bewegungs- mit Atemübungen kombinieren. Die Übungen eines Sets sind ganz gezielt auf ein bestimmtes Thema, auf einen bestimmten Bereich ausgerichtet. Yoga-Sets und Dauer der Übungen sind sehr unterschiedlich. Danach folgt die Tiefen-Entspannung und zum Ende kommt die Meditation, die ebenfalls sehr verschieden ist. Entweder eine stille Meditation, eine Gesangsmeditation oder eine Meditation mit Bewegung.

n-tv.de: Was ist Yoga für Sie persönlich?

Yoga ist für mich der Weg, der mich hierher geführt hat. Yoga ist ein Prozess, der immer weiter geht, der den Weg offen legt und die Türen öffnet für den Ist-Zustand. Dieser Ist-Zustand lässt einen immer tiefer sinken in den Moment hinein. Für mich ist das der Weg, den ich gegangen bin und weiter gehe und aus Dankbarkeit halte ich ihn offen und biete ihn an.

Das Interview führte Jana Köhler. Adresse: www.n-tv.de/757898.html